Finanzierung


Die Reaktivierung von ehemaligen Gewerbestandorten ist im Vergleich zur Entwicklung von Gewerbeflächen auf der grünen Wiese deutlich aufwendiger, das heißt: teurer. Das liegt daran, dass vorhandene Gebäude entfernt oder instandgesetzt werden müssen. Vor allem müssen die Umweltschäden, sprich Altlasten, zunächst entfernt werden. Dies ist auch beim Projekt „Stöcken 17“ der Fall. 

Daher werden aller Voraussicht nach mehr als 5 Millionen Euro von Seiten der Stadt Solingen/Wirtschaftsförderung Solingen in die Reaktivierung der mehr als 60.000 qm großen Industriebrache investiert müssen. Es ist davon auszugehen, dass durch den späteren Verkauf der Gewerbeflächen zu marktüblichen Preisen ein Großteil der Kosten wieder refinanziert wird. Auch wenn das Projekt nur für sich betrachtet mehr kostet als das es zunächst einbringt, sprich eigentlich unrentierlich ist, ist die Reaktivierung dieser Gewerbebrache für die Stadt Solingen insgesamt eine mehr als gute und richtige Investition. Denn zukünftig werden durch das Gewerbegebiet

  • jährlich etwa 1 Million Euro Gewerbesteuereinnahmen erzielt
  • acht bis sechzehn Unternehmen hier Investitionen in Gebäude und Anlagen tätigen, die auch der heimischen Wirtschaft (Bauunternehmen etc.) zugutekommen 
  • bis zu 500 Arbeitsplätze durch die Unternehmen geschaffen, wodurch die betroffenen Haushalte ein Einkommen haben werden
  • keine zusätzlichen Freiflächen in Anspruch genommen.

Nicht zuletzt wurde das Risiko für die Stadt Solingen/Wirtschaftsförderung Solingen bei der Reaktivierung der Altlasten und der Abbrüche begrenzt. Der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung finanziert 80 % des Betrages zunächst vor. Diese werden nur in dem Rahmen an den AAV zurückgeführt, wie die Verkaufserlöse es ermöglichen.